Erfahrungsberichte
Aus dem Dunkeln in das Licht
Ein Erfahrungsbereicht einer Rehabilitandin
Was mich zum Bergedorfer Impuls führte ?
Ich blicke dankbar auf die Zeit im Bergedorfer Impuls zurück. Nach langer Krankheit habe ich mich natürlich gefreut, dass es endlich los geht, im Impuls Fuß zu fassen, um zu überprüfen, ob ich meine Leistungsfähigkeit schon zurück gewonnen habe. Ich war der Meinung, nach vielen Therapiestunden und harter Arbeit an mir selbst bin ich nun wieder fit für die Arbeitswelt und es könnte losgehen. Diese Weg zum Impuls, habe ich mir bewusst ausgesucht, weil mein eigener Selbstwert und auch mein Selbstvertrauen so ziemlich im Keller waren. Im Bergedorfer Impuls konnte mir nicht soviel passieren, weil ich wusste, dies ist ein geschützter Rahmen, in dem ich mich ausprobieren konnte und genügend Rückenstärkung erhalten würde. So war es auch!
Die Anfangszeit:
Startschwierigkeiten, Selbstzweifel und deren Überwindung
Mit Blumen und Naschereien wurde ich im Arbeitsbereich empfangen und konnte mir Zeit und Raum zum Eingewöhnen nehmen. Ganz langsam wurde ich an die Aufgaben herangeführt, die mich hier erwarteten. Jederzeit konnte ich mir Hilfe holen, Pause machen und immer wieder neu überprüfen, ob ich allem gewachsen bin.
In vielen Gesprächen mit der Fachanleitung und der Psychosozialen Fachkraft (PSF) fand ich Halt, bekam Anerkennung und stellte manchmal auch fest, dass meine Wahrnehmung eine andere ist als ihre. Die erste Zeit war mega anstrengend für mich, ich wurde oft krank und hatte das Gefühl, 8 Stunden arbeiten geht wohl gar nicht mehr. Ich zweifelte, ob ich wohl überhaupt wieder so richtig "die Alte" werden würde. Hier lernte ich dann, mich abzugrenzen, wurde in all meinen Fähigkeiten bestärkt, lernte mit meinen Schwächen umzugehen. Ich erstellte mit meiner PSF einen Lebensbaum, der mir dann auch mein Selbstvertrauen zurück gab.
Das Praktikum: Positive Erfahrungen in der realen Arbeitswelt geben weitere Rückenstärkung
Dann kam die Praktikumszeit, in der mich die Integrationsbegleiterin unterstützte. Ich hatte großes Glück einen Praktikumsplatz zu finden, in dem ich Altes mit Neuem verbinden konnte und das erste Mal wieder das Gefühl hatte "JA, ich bin wieder fit".
Nun konnte ich auch zu meinem Lebenslauf stehen und fand sogar mein Bewerbungsschreiben authentisch. In vielen Bewerbungsgesprächen musste ich mich beweisen, das hat viel, viel Kraft gekostet und mich an manchen Tagen echt aus der Bahn geworfen, doch es hat sich gelohnt Ich konnte lehrreiche Erfahrungen sammeln und dabei auch für mich herausfinden, was ich will und was ich auf keinen Fall mehr machen möchte. Ich habe nichts außer Acht gelassen und mich in allen Richtungen beworben, wurde sogar etwas erfinderisch, was das betraf, immer mit dem Rückhalt vom Bergedorfer Impuls. Diese Rückenstärkung war mein großes Glück, denn die Arbeitswelt sieht doch ein bisschen anders aus, als der Alltag hier. Doch ich war gut vorbereitet und ich weiß, ohne diesen Rückhalt, hätte ich es alleine nicht gepackt.
Die Jobsuche: die Früchte der Anstrengungen werden geerntet
Die Zeit lief ab, die Arbeitslosigkeit nahte und ich bekam Angst, dass ich trotz aller Bemühungen nun wohl doch keinen Job finde, ich werde bald 50 Jahre alt, auch dass nagte an mir. Nach schlaflosen Nächten rief ich dann bei meinem alten Arbeitgeber an, vor 10 Jahren hatte ich da schon mal gearbeitet, dann aber aufgehört, weil ich alleinerziehend mit 2 Kindern, den Job nicht mehr machen konnte. Ich muss wohl eine gute Mitarbeiterin gewesen sein, er nahm mich wieder und ich war so gestärkt, dass ich den Mut hatte, all meine Vorstellungen vom Gehalt und Urlaub durchzusetzen.
Nun arbeite ich seit über 3 Wochen dort und bin überglücklich. Alle Anstrengungen haben sich gelohnt und endlich ist es wieder hell um mich herum geworden. Ich danke allen Mitarbeitern beim Bergedorfer Impuls, dass es diese Zeit hier für mich gab: sie haben mir mein Selbstvertrauen zurück gegeben und nun liegt es an mir, auf mich aufzupassen. Ich werde Ihre Arbeit, die Sie in mich investiert haben in Ehren halten und oft daran zurück denken. Ich wünsche allen Rehabilitanden, Glück, Durchhaltevermögen, Kraft und viel Erfolg bei der Jobsuche.
Bergedorfer Impuls – Wie eine kleine Familie!
Aus der Sicht eines Rehabilitanden
Als ich Anfang Januar 2009 meine berufliche Rehamaßnahme im Bergedorfer Impuls angefangen habe, war ich schon sehr skeptisch, ob ich hier gut aufgehoben bin. Da ich durch meine Persönlichkeit geprägt kein Mensch bin, der gut mit Nähe umgehen kann, wollte ich diese Maßnahme eigentlich in einer größeren Einrichtung in Hamburg durchführen.
Aber schon nach kurzer Eingewöhnungszeit stellte ich fest, dass der Bergedorfer Impuls doch die richtige Entscheidung war. Hier wird man einfach individueller betreut und unterstützt. Die Mitarbeiter des Bergedorfer Impuls sind sehr kompetent und motiviert. Sie bemühen sich, individuell auf jeden Rehabilitanden einzugehen, ohne dabei den Teamgedanken zu vernachlässigen.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich mich mittlerweile hier richtig wohl fühle. Ich habe hier viel Neues gelernt. Auch meine anfängliche Angst vor der Arbeit im Team hat sich als unberechtigt bestätigt. Mittlerweile sind schon drei Monate meiner Reha im Bergedorfer Impuls um und ich möchte keinen Tag missen, auch wenn meine psychische Erkrankung mich immer noch behindert!








